Übergang Pyrenäen

Saint-Jean-Pied-de-Port ist seit Jahrhunderten eine wichtige Haltestelle vor dem Übergang über die Pyrenäen. “Pied-de-Port” bedeutet “am Fuß des Passes”. Der Übergang selbst wird "Cize" genannt. 

 Im Codex Calixtinus (12. Jahrhundert) wird der Übergang über die Pyrenäen wie folgt beschrieben:
"Dort, in dem Baskenland, führt der Weg von Sankt Jakobus, zu einem hohen Berg, die Passage darüber ist die von Cize. Sie ist so hoch, dass man denkt, den Himmel zu berühren.
 Nahe dieses Berges, nach Norden hin, ist das Tal, welches “Valcarlos” wird genannt. 
Gehst du durch dieses Tal, brauchst du den Berg nicht zu besteigen."
 

Von Saint-Jean (auf 146 Metern) gibt es also zwei Routen über die Pyrenäen nach Roncesvalles (auf 952 Metern): 
  • der hohe Weg, die “Route Napoléon” (über den GR 65). Höchste Punkt: Col de Lepoeder, auf 1410 Metern,
  • der Weg durch "das Tal Karls des Großen", durch das gleichnamige Dorf Valcarlos. Höchster Punkt: Puerto de Ibañeta, auf 1057 Metern. Radfahrer fahren über die D933.
 Für die Fußpilger ist eine Route ausgezeichnet, die die D933 nach Möglichkeit meidet. 


Die Entfernung Saint-Jean - Roncesvalles beträgt etwa 25 Kilometer.

Die meisten Pilger beginnen ihren Weg in Saint-Jean (oder später). Die erste Etappe, der Übergang über die Pyrenäen, ist gleich eine der härtesten. Besonders nach einer langen Reise und mit einem oft zu vollen Rucksack. Gute Alternativen sind:  
  • zuerst einen Ruhetag in Saint-Jean einzulegen, oder...
  • einen Teil des Tages auszuruhen und dann am Nachmittag nach Orisson zu laufen, also die Berge in zwei Etappen zu überqueren, oder...
  • die "niedere" Route zu wählen, via Valcarlos, und nicht die klassische "hohe" Route, oder...
  • sich ein paar Tage aufzuwärmen, zum Beispiel: zu laufen: von Saint-Palais nach Saint-Jean, oder... von Lourdes nach Saint-Jean.
Vielleicht helfen diese Fragen eine Wahl zu treffen:
 
 
 
 
 
In Roncesvalles können Sie in der "albergue" (Pilgerherberge) neben dem dortigen Kloster übernachten. Dieses wurde im Jahr 1132 gegründet, um Pilgern eine Unterkunft zu bieten.