Tipps

Aus allen Teilen der Welt machen sich Leute auf den Weg nach Santiago, aus einer Vielzahl von Gründen. Jung und Alt, zu Fuß, auf dem Fahrrad oder selbst auf dem Pferd. Einer nimmt sich die Zeit, der andere ist zeitgebunden. Viele suchen die Einfachheit und die Gesellschaft in „Albergues“, andere legen mehr Wert auf Luxus und Privatleben. Die Vorbereitungen sind also für jeden anders. Letztendlich hängt es natürlich zusammen mit Ihrer Erfahrung und Kondition, der Saison in der man anfängt (im Vorfrühling und im Herbst braucht man mehr warme Sachen) und mit der Auswahl der Strecke (einige Wege haben viele eine gute Infrastruktur, andere nicht so sehr). 


Aber es gibt noch etwas Anderes. Für viele fällt die Entscheidung, nach Santiago zu laufen oder zu fahren, mit einem besonderen Anlass oder einem neuen Abschnitt in ihrem Leben zusammen. Sie entscheiden sich bewusst dafür, eine Weile aus dem gewöhnlichen Leben auszusteigen, ruhiger zu werden, sich die Zeit zu nehmen (wieder) zu entdecken, was wirklich zählt.
So ist es auch ein aufregendes Abenteuer; und die Versuchung ist groß dies "kontrollieren" zu wollen:
  • mit schweren Rucksäcken und Fahrradtaschen, vollgestopft mit Sicherheiten,
  • mit Gepäcktransport und Taxis, um schwierige Hindernisse zu umgehen,
  • mit vielen Anrufen, SMS und Emails, um das Vertraute nicht loslassen zu müssen,
  • mit dem Planen jedes Schrittes, um sich nicht dem Unbekannten anvertrauen zu müssen,
  • mit endlosem Surfen im Internet, auf der Suche nach Lösungen für Probleme die in der Praxis oft genug gar nicht auftauchen oder sich von selbst auflösen.
Natürlich kann es gute Gründe geben solche Mittel zu benutzen. Was eine große Herausforderung für den einen ist, ist ein Stück Kuchen für den anderen. Ein Pilger ist noch nie von Zuhause weg gewesen, der andere erklimmt viele Male im Jahr als Bergführer den Mont Blanc. Ein Pilger erholt sich gerade von einer schweren Krankheit, der andere ist in der Blüte seines Lebens. Aber die Herausforderung an alle ist klar: sich wirklich auf das Abenteuer einzulassen, zu versuchen die Hindernisse auf unserem Weg als Gelegenheiten sich selbst weiter zu entwickeln zu sehen. Und man weiß dass man Hilfe bekommen wird. Vertrauen Sie darauf und ... vertrauen Sie sich selbst! 
 
Also ist es vielleicht das Beste wenn Sie sich so offen wie möglich auf das Abenteuer einlassen. Dass Sie jetzt Ihre Meinungen zurücklassen wie sie sind, dass Sie Ihren Computer ausschalten und sich einfach auf den Weg machen ....
 
Aber falls Sie gern ein paar praktische Tipps hätten, finden Sie > nebenan eine Liste von Fragen die oft in unserer Herberge gestellt werden (oder beim Reservieren) und unsere Antworten dazu. Meist sind es Fakten, einige sind unsere Ansichten. Sie können Ihre Fragen auch in Pilgerforen stellen oder an Pilgergesellschaften schreiben: siehe > nebenan. Aber... letztlich müssen Sie sich entscheiden, es ist Ihr Camino.